Heute surf ich bei einer meiner Lieblingsseiten “Fefe” vorbei und entdecke prompt den täglichen Aufreger, der Ami will die Genfer Konventionen modifizieren.
Die USA fühlten sich den völkerrechtlichen Normen der Genfer Konventionen in vollem Umfang verpflichtet, versicherte Bellinger. Diese seien aber allein zur Regelung zwischenstaatlicher Konflikte gedacht und nicht für den Umgang mit Aufständischen oder internationalen terroristischen Gruppen.
Dies kommentiert der Blognachbar angemessen, lässt jedoch ein kleines Detail, gar nur ein Wort, ausser Acht.
Aufständische.
Sind nun die Widerstandskämpfer im amerikanischen Aus- oder Inland gemeint?
Setzt man voraus, dass Aufständische in der Regel aus dem Inland stammen und Widerstandskämpfer im Ausland durchweg “Terroristen” genannt werden, ebenso wie Ausländer die im Inland Anschläge verüben, so bleibt nur die Schlussfolgerung dass sich der Amerikaner auf französische Nächte vorbereiten muss.
“Nein, ich habe wirklich von nichts gewusst, als das mit den willkürlichen Hausdurchsuchungen bei vermeindlichen Regimekritikern losging und es die Tatbestände der Führerbeleidigung und Wehrkraftzersetzung endlich wieder gab musste ich Überstunden machen.”
Ok, diesmal hats mich erwischt, doch im Gegensatz zum Grossvater denke ich mir schon einmal frühzeitig meine Ausrede aus.
“Ich habe von nichts gewusst und selbst wenn hätte ich doch gar
nichts ändern können und ja, ok, das mit den Güterwagons Fingerabdrücken von sechsjährigen Kindern war schon seltsam aber man hatte schliesslich auch seine eigenen Probleme.”
Auch eine für 16 Millionen Euro errichtete, aber bislang nicht genutzte Zielsimulationshalle der Bundeswehr sei eine unnötige Ausgabe. Grund für das nicht genutzte Gebäude seien ölhaltige Verschmutzungen an der Projektionswand, welchen die Bundeswehr mit einer eine Million Euro teuren und mit „Ohrenhaaren südamerikanischer Rinder“ ausgestatteten Reinigungsanlage begegnen wollte. Diese Anlage konnte das Öl jedoch nicht beseitigen. Laut BRH beabsichtigt das Verteidigungsministerium nun, die zu erprobenden Waffensysteme säubern zu lassen, um weitere Verschmutzungen zu verhindern. Es wolle für die dafür erforderliche Reinigungshalle weitere 2,4 Millionen Euro ausgeben.
Vielleicht sollte man es mal mit ganzen Ohren versuchen? Oder ganzen Rindern?
Und der BenRich (zweiter Link in englischer Sprache, dafür weit ausführlicher) weiss wahrscheinlich sehr gut wovon er spricht.
Dann wäre da noch die Abschrift aus dem Buch “Die Kunst des stilvollen Verarmens” von Alexander von Schönburg.
Damals prahlte John Cage, Topmanager bei der amerikanischen Computerfirma Sun Microsystems, auf einer Podiumsdiskussion: “Wir beschäftigen, wen wir gerade brauchen, zurzeit am liebsten gute Gehirne aus Indien. Wir stellen unsere Leute per Computer ein, sie arbeiten am Computer, und sie werden per Computer wieder gefeuert. Wir holen uns ganz einfach die Cleversten. Mit unserer Effizienz konnten wir den Umsatz seit unserem Beginn vor dreizehn Jahren von null auf über sechs Milliarden Dollar hochjagen”
Darauf sein Tischnachbar, David Packard, Mitbegründer von des High-Tech-Riesen Hewlett-Packard: “Wie viele Angestellt brauchst du wirklich, John”
“Sechs, vielleicht acht, ohne sie wären wir aufgeschmissen. Dabei ist es völlig gleichgültig, wo auf der Erde sie wohnen.”
“Und wie viele Leute arbeiten derzeit für Sun Systems?”
“16000. Sie sind bis auf eine kleine Minderheit Rationalisierungsreserve“
Da habe in diesem eher durchschnittlichen Buch doch noch ein Wort gefunden welches ich unbedingt in meinen Wortschatz aufnehmen will.