Springer, PIN und die solide Finanzierung

Manchmal, aber nur manchmal kann ich die Schadenfreude kaum noch zügeln.

Angesichts des geplanten Post-Mindestlohns erwägt der Springer-Verlag offenbar eine Schließung seiner Brieftochter PIN.

Was für ein Verlust für das Vaterland, die monopolistisch gelenkte, unfreie Marktwirtschaft und vor allem für die Menschen die jetzt nicht einen unterbezahlten Briefzustellerjob mit aufstockendem Hartz4 ausüben dürfen.

Ein Schlag direkt in die Magengrube von Kapitalismus und Springerkonzern. Kaum kann ich die Tränen aus den Knopflöchern vertreiben wenn ich herzzerreißende Äusserungen wie diese lesen darf.

Die Insolvenz sei demnach die kostengünstigste Art, das Geschäft zu beenden, heiße es aus Springer-Kreisen. Auch die Minderheitseigner – vor allem die Verlage WAZ und Holtzbrinck – seien nicht bereit, noch einmal zu investieren.

Ja wussten Holzbrinck und WAZ denn nicht dass man mit Flöhen aufwacht wenn man sich mit Hunden schlafen legt?

Der Verkauf der Springer-Anteile gelte als aussichtslos, weil Interessenten fehlten. Bis jetzt habe Springer mehr als eine halbe Milliarde Euro investiert, um die Mehrheit an PIN zu übernehmen, schreibt das Magazin.

Schon erscheint der journalistisch zumindest fragwürdige Kreuzzug von Bildzeitung und dem Rest der Springermedien in einem ganz anderen Licht, es ging schlicht um das Überleben einer mit der heissen Nadel gestrickten Finanzierung.

Beinahe könnte man Mitleid für den Lügen- und Hetzkonzern empfinden, glücklicherweise nur beinahe.

Ach ja:

Nach ARD-Informationen ist die Deutsche Post unterdessen angeblich bereit, entlassenen PIN-Mitarbeiter „zu vernünftigen Lönen“ zu übernehmen.

Ein Happy Ending der Marktwirtschaft?

Abwarten.

Zitate: ARD.de (Wetten, die freuen sich da intern nen Ast ab, weil Springer eins auf den Sack bekommt?)

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