PIN peinlich! Bildzeitungskonzern Springer und die Angst vor dem Erfolg

Der Mindestlohn kostet Arbeitsplätze?

Wohl eher der rechtspopulistische und radikalkapitalistische Heuschreckenangriff des Springer-Konzerns auf sozialpolitische Ansätze wie den Mindestlohn ist es, der da auf Kosten der Arbeitnehmer ausgetragen und wie eine Sau durch das Bildzeitungsdorf getrieben wurde und nun bis zu 9000 Arbeitsplätze vernichten soll.

Die Angst vor einem Erfolg des Rettungsplanes von PIN-Chef Günter Thiel, der sogar Gelder aus seinem Privatvermögen zuschiessen will, ist auf Seiten der Firma Springer offenbar so gross dass man es vorzieht Menschen für den Arbeitsmarkt freizusetzen als den PIN-Zustellern eine weitere Chance zu geben.

Thiel bot in den Gesprächen der Springer-Führung an, rund 200 Millionen Euro Schulden zu übernehmen sowie etwa 60 Millionen Euro aus seinem Privatvermögen zu investieren. Daneben offerierte er dem Verlag eine Gewinnbeteiligung, wenn es der Briefzusteller in die schwarzen Zahlen schaffen sollte.

Ein lächerliches Angebot, im Falle des Erfolges gibt es Geld sonst ist man in Sachen Schulden fein raus, da kann Springer natürlich nicht zustimmen, nicht auszudenken, Thiel führt Pleite-PIN in die Gewinnzone.

Wie stünden dann wohl Springer und der Krakelverein der Bildzeitung da?

Das Aus für PIN käme auch deshalb überraschend, weil die von Springer beauftragten Unternehmensberater von Roland Berger das Geschäftsmodell für wirtschaftlich sinnvoll halten. In ihrem Gutachten, das dem Verwaltungsrat am Dienstag vorgestellt werden soll, plädieren sie trotz des hohen Mindestlohns in der Postbranche für den Fortbestand des Unternehmens.

Hier geht es doch klar nur noch um das vermeindliche Ansehen eines Konzerns der durch sein journalistisches Aushängeschild, die Bildzeitung, einen Medienkrieg gegen den Mindestlohn geführt hat und nun die jämmerliche Erscheinung eines schlechten Verlierers abgibt.

Ein wenig als ob ein verwöhntes Kleinkind mit dem Füßchen aufstampft weil es seinen Willen nicht bekommen hat, nur zerstampft dieses Riesenbaby das Leben von Menschen.

Man darf gespannt sein wie die Bild das ab morgen ihren Opfern als Sieg der freien, durch Hartz4 subventionierten, Marktwirtschaft oder als Niederlage des Sozialstaates verkauft.

Zitate: Focus.de

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4 Antworten zu “PIN peinlich! Bildzeitungskonzern Springer und die Angst vor dem Erfolg

  1. Ich darf es noch einmal wiederholen. Ein Mindestlohn in einem Dienstleistungsmarkt, der sich örtlich begrenzt definiert, kann allenfalls die Dienstleistung verteuern, aber nicht Arbeitsplätze gefährden.

  2. Jein, ich denke auf die Post bezogen stimmt dies, doch wenn ein neuer Mitbewerber erst einmal eine Stammbelegschaft „anlegt“ sind diese Menschen für den begrenzten Markt „zu viel“ und hätte sich die Nachfrage zu Gunsten von PIN entwickelt wäre imho sehr wahrscheinlich die Belegschaft bei der Post um eben diese Arbeiter reduziert worden.

  3. Ja, okay. Aber das ist doch just, was ich sage…

  4. Na dann hab ich das falsch verstanden 😀

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