Monatsarchiv: Juni 2009

USA: Im Iran versagt, in Honduras erfolgreich

Nachdem sich sogar die gleichgeschalteten, vaterländischen Medien eher bedeckt halten was die Lage im Iran angeht, sieht es so aus als hätte die freie, demokratische Welt das Wahlergebnis im Iran akzeptiert.

In Honduras dagegen war man erfolgreicher, nur riecht es schon wieder nach Fisch.

According to the watchdog group School of Americas Watch, Gen. Vasquez trained at the Western Hemisphere Institute for Security Cooperation at least twice — in 1976 and 1984 — when it was still called School of Americas.

The Georgia-based U.S. military school is infamous for training over 60,000 Latin American soldiers, including infamous dictators, „death squad“ leaders and others charged with torture and other human rights abuses. SOA Watch’s annual protest to shut down the Fort Benning training site draws thousands.

Aber mit dem Iran hatten die Amerikaner nichts zu tun, Ehrenwort.

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16:9 Verarsche

Willkommen im neuen Jahrtausend, so dachte ich mir, als ich kürzlich auch auf Hightech setzte und mir einen dieser neumodischen 16:9 Flachfernseher kaufte.

Supigeil, endlich keine Balken mehr beim Film, dachte ich.

Totale Scheisse!

Ich hab immer noch Balken (jaja vor der Stirn), umstellen bringt nichts, Automatik auch nicht. Ein Anruf beim Händler brachte Klarheit.

„Logisch haben Sie noch Balken bei Filmen z. B. von DVD“

„Ähm, ich dachte ein Haupt-Werbeargument sei, dass ich keine Balken mehr sehen muss“

„Ja, so hieß es einmal, aber dem ist nicht so, das Problem ist bekannt“

„Gibt es denn LCD-Fernseher ohne Balken?“

„Nein“

„Moment, diese neuen Fernseher haben doch das 16:9 Format, Filme sind in 16:9, warum habe ich also Balken oder in die Länge gezogene Bilder?

„Das Problem ist bekannt, Sie sind damit nicht allein“

„Das freut mich, aber wo ist der Sinn darin, dann hätte ich auch den 4:3 behalten können, denn da hatte ich auch Balken?“

„Das ist eine gute Frage“

„Weiß ich, daher stelle ich sie ja auch“

„Aber das Bild ist doch viel besser…“

„Nö, jetzt muss ich den Kabelanschluss auf digital umstellen weil das Bild schlechter ist, bzw man nun jeden Scheiss sieht“

„Ja, aber wenn Sie digitales Fernsehen haben, dann wird es viel besser, versprochen“

„Sind die Balken dann weg?“

„Nein“

Super.

UPDATE: So, 75% der Sender werden, bei mir in „Normal“-Einstellung mit Balken angezeigt, schaue nicht viel TV daher ist das nicht aufgefallen. Kino-Filme haben ein anderes Format als 16:9 und Referenzklasse-TV-Besitzern wird scheinbar ein echtes Vollbild mehr oder weniger erfolgreich vorgegaukelt.

Warum ist jetzt 16:9 „besser“?

„Wie sieht Krieg aus“?

Einfache Antwort: Krieg sieht so richtig scheisse aus.

Und wer sich darunter dann nichts vorstellen kann schaut einfach einmal hier (ohne Spass: die Bilder sind hart) nach.

Afghanistan: Verteidigung ohne Krieg aber mit Gefallenen

„Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt“ unsterbliche Worte des Ex-Verteidigungsministers Peter Struck (SPD) denen auch der neue starke Mann an der Muselfront Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) nicht nachstehen will, jeder dieser erfolgsverwöhnten Weltpolitiker möchte sich schliesslich seinen Platz in der virtuellen Ruhmeshalle der elitären Labertaschen sichern.

„Wer uns angreift, wird auch bekämpft. Die Bundeswehr hat dafür die notwendigen Antworten.“

Auweia, wenn ich Taliban wäre würde ich mich sicher sofort ergeben, die Bundeswehr wird böse und verteidigt jetzt nicht nur die Sicherheit des Vaterlandes am Hindukusch sondern auch sich selbst, was sie natürlich nicht müsste würde sie die Sicherheit Deutschlands einfach einmal Ruhen lassen und vielleicht irgendetwas anderes finden womit die Soldaten ihre Tagesfreizeit totschlagen können.

Das Signal seines Auftritts: Deutschland lässt sich nicht einschüchtern, auch nicht durch den Tod dreier Bundeswehrsoldaten in Afghanistan am Tag zuvor.

Nebenbei, solche Meldungen lese ich aus Prinzip in österreichischen Medien, denn da schwingt bei Themen die Deutschland betreffen immer so ein gewisser Humor zwischen den Zeilen mit.

Die drei jungen Männer waren in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus aus dem Hinterhalt beschossen und nach einem missglückten Ausweichmanövers ihres „Fuchs“ -Panzers in einem Wassergraben ertrunken.

Die Frage, die man sich stellen muss lautet: Wurden die drei Soldaten Opfer der Taliban, eines Verkehrsunfalls oder doch vielleicht Opfer einer Politik die junge Menschen in den Tod schickt?

Später bekannten sich die radikal-islamischen Taliban zu dem Angriff.

Glück gehabt, es waren doch die Taliban.

Jung bezeichnet zwar die jüngst getöteten Männer aus Thüringen ausdrücklich als „Gefallene“ . Von einem „Krieg“ aber will er nicht sprechen: „Wir sind dort keine Besatzer, sondern wir sind da, um die Sicherheit auch der Bundesrepublik Deutschland zu festigen und zu wahren, indem wir dort dem Terrorismus entgegentreten.“

Der gute Herr Jung vergisst offenbar dass diese Gefallenen nicht wieder aufstehen, es handelt sich um den blutigen Tribut Deutschlands an einen verlogenen Krieg, den leider nur die Soldaten zahlen, selten die Leute die sie zum Sterben in ein fernes Land geschickt haben.

Das Wort „Krieg“ kommt Jung nur in der Verneinung über die Lippen. Erstens ist eine Mehrheit der deutschen Bevölkerung gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Die Ablehnung würde noch wachsen, wenn man offen von einem „Krieg“ spricht, heißt es in der Koalition.

Vielleicht sollte die Koalition einmal geschlossen für ein oder zwei Wochen Dienst an der Waffe verrichten, in Afghanistan, um sich ein wirkliches Bild von Krieg zu machen, oder der Krieg wird zu ihnen getragen.

Da wird die Wahl eng.

Zitate und ganzer Artikel: Der Standard

GEZ finanziert Medienmanipulation! Tagesschau propagiert AEI Neocon Thinktank als seriöse Quelle zur Lage im Iran!

Jeden Tag muss ich mir ein wenig mehr die Frage stellen, welches Staatsfernsehen widerlicher ist, das vaterländische oder das schurkenstaaatliche.

Nun sind die Damen und Herren aus der hippen, schwungvollen Internet-Joguretteredaktion der ARD sich nicht zu schade eine Linkliste zur Lage im Iran zu veröffentlichen. Diese Links sind allesamt zumindest zweifelhaft was ihre Qualität angeht, doch einer dieser Wegweiser verdient besondere Beachtung.

Dort ist auch eine besondere Art von Landkarte zu sehen: Sie zeigt, an welchem Ort im Iran wie viele Menschen auf die Straße gegangen, verhaftet oder getötet worden sind. Die Karte gehört zur Homepage eines amerikanischen Thinktanks, die für jeden Tag eine Übersicht über die Getöteten, Verhafteten und Demonstrierenden erstellt. Dabei wird zwischen bestätigten und unbestätigten Zahlen unterschieden.

(tagesschau.de)

Verantwortlich für die offenbar unabhängige, seriöse Quelle zeigt sich das American Enterprise Institute for Public Policy Research (AEI), welches der durchschnittliche Internetuser schnell und dank Wikipedia als das identifiziert was es ist, eine reine Propagandaschleuder die normalerweise gar nicht so sehr um das Wohl von Muslimen besorgt ist.

Kernthemen für das AEI sind schlanker Staat, freies Unternehmertum, Begrenzung der Marktregulierung, nationale Verteidigung, starke Außenpolitik und die Verteidigung kultureller Werte. Das AEI gilt Beobachtern als zurzeit bedeutendste Denkfabrik der neokonservativen Intellektuellen um George W. Bush.

(wikipedia)

AEI, drei Buchstaben die man wohl humorvoll auch durch ARD ersetzen könnte wenn man wollte, aber wer will das schon? Wobei die Formulierung „neokonservativen Intellektuellen um George W. Bush“ allein schon für den ein oder anderen Lacher gut sein könnte.

Dann folgt konsequent die Frage, wo diese Intellektuellen denn herkommen, wer sie sind und was sie so treiben. Auch darauf weiß Wikipedia eine Antwort.

Unter George W. Bush galten Mitglieder des AEI als „Architekten“ der militärischen US-Außenpolitik, insbesondere des Irak-Kriegs.

Die niederländische Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali trat, nachdem sie die Niederlande 2006 verließ, eine Position beim AEI an und ist dort resident fellow.

Am 2. Februar 2007 berichtet die britische Tageszeitung The Guardian, dass das AEI Wissenschaftler sucht, die den UN-Klimabericht widerlegen. Dazu hat das Institut ein Preisgeld von 10.000 US-Dollar ausgelobt.[1]

Im Juli 2007 bekam Paul Wolfowitz eine Stelle im AEI, nachdem er wegen Korruptionsvorwürfen als Chef der Weltbank zurücktreten musste.[2]

(wikipedia)

Interessant welches Weltbild hier durch die Hintertür dem Gebührenzahler verkauft werden soll und ob dies mit den Grundsätzen eines freien, unabhängigen Rundfunks zusammen passt ist doch zumindest fragwürdig.

Und weil sowas jeder durchschnittliche Internetbewohner zwischen Frühstückskorn und zweitem Stuhlgang ersurfen kann müssen auch Zensurmechanismen installiert werden, denn die durchschnittlichen Internetbewohner werden mehr und die Sippschaft der Volksverarscher wird immer degenerierter

Tagesschau beteiligt an Fake-Revolution im Iran? Und was hat Joschka Fischer damit zu tun?

Auch heute wird beim ersten Deutschen Fernsehen getrommelt, ging es gestern noch eher durchschnittlich parteiisch um einen angeblichen Wahlbetrug, wird nun ein Medienkasper namens Mehran Barati aus der Kiste gelassen.

Leider outet sich dieser Exilpolitiker und wohl auch Pseudo-Internetexperte im Video gleich zu Beginn als waschechter Internetausdrucker im wahrsten Sinne des Wortes.

Doch wer ist dieser Herr Barati den die ARD als neuen Spezialisten lanciert?

Es handelt sich um den Vater von Minu Barati, und wenn es jetzt noch nicht klingelt, die Dame ist die Ehefrau von Joschka Fischer.

Reiner Zufall natürlich, dass immer wieder die gleichen Schmierenkomödianten aus der ökosozialen Ecke beteiligt sind wenn es nach Fisch riecht.

Obgleich Barati sich in den Medien mit politischen Statements zurückhält ist bekannt, dass sie politisch aktiv ist. Anfang des Jahres traf sie sich mit 500 iranischen Oppositionsführern im Exil bei einer Sitzung in Berlin, bei der Taktiken für den Sturz der iranischen Regierung besprochen wurden. Sie unterstützt auch öffentlich ihren Vater, Mehran, Vorsitzender der oppositionellen Ettehade Jomhourikhahan, oder Iranisch Republikanische Union ist, der weltweit 15.000 Mitglieder angehören.

Ganz klar, die Interessen von 15000 Herrschaften, deren Parteiname nun für westliche Ohren eher rechts klingt und die sich zum größten Teil nicht einmal im Iran aufhalten gehen ultimativ vor den Wünschen und Bedürfnissen der original Iranmusels.

Ich stelle mir gerade vor meine Frau wäre eine überzeugte Eva Braun, so sehr könnte ich als politischer Mensch meine eigene und ihre Überzeugung nicht ausblenden, dass ein Zusammenleben möglich wäre.

Joschka Fischer kann das offensichtlich, oder er muss es gar nicht.

Er [Barati] gesteht ein, daß Fischer und Europas andere Außenminister einiges an Überzeugungsarbeit gebrauchen könnten, um ihre versöhnliche Einstellung gegenüber der iranischen Regierung aufzugeben. Jedoch unterschätzt er nicht den persönlichen Einfluß, den seine Tochter ausüben könnte. „Minu kocht persische Speisen, spricht wundervolles Farsi und wird zweifellos Fischer Einblicke in iranische Kultur geben,“ sagte er. „aber welche Argumente es dafür braucht, daß er Europas Politik härter macht, daß weiß nur er.“

Nur gut dass ehemalige Öko-Genossen keinen Einfluss auf das aktuelle Gebaren der Parteilandschaft haben, nicht auszudenken:

Joschka Fischer als Kriegstreiber?

Würde es wirklich noch jemanden überraschen?

Zitate und ganzer Artikel: artemodus (einfach nach „Mehran Barati“ suchen)

Skandal! Tagesschau hält Beweise für Wahlbetrug im Iran zurück!

Die guten vaterländischen, gleichgeschalteten Medien merken wohl langsam, dass es da viele Stimmen im Blog- und Twitteruniversum gibt und vor allem dass nicht alle die Wahrheit sprechen.

Twitter ist zu einem zentralen Kommunikationsmittel der Demonstranten gegen den Wahlbetrug im Iran geworden.

Der Tatbestand des Wahlbetruges steht also schon fest und die Tagesschau hat natürlich auch Beweise dafür, denn sonst würden die Damen und Herren und hier besonders der Herr Eckart Aretz so etwas sicher niemals behaupten.

Wer denn nun betrogen hat, die Regierung um den Atomteufel Asbachcola oder die guten Oppositionellen, die Antwort bleibt der Autor auf der Internetpräsenz des ersten deutschen Fernsehns schuldig. Sehr wahrscheinlich sprechen sicherheitspolitische Belange eine Rolle, die der Bürger nicht verstehen würde.

Wie viele Iraner sich bei Twitter registriert haben, kann nur vermutet werden. Da aber das Land zu den größten Bloggernationen der Welt gehört, dürfte ihre Zahl beträchtlich sein.

Unglaublich, der Iran, eine der größten Bloggernationen der Welt, so wird behauptet, bewiesen leider wiederum nicht. Sieht man sich jedoch einige frei zugängliche Statistiken an, so liegt die „Internetpenetration“ bei etwa 35%, zum Vergleich, im Vaterland sprechen wir von ungefähr 55%.

Natürlich handelt es sich bei den 23 (auweia) Millionen Internetiranern ausschliesslich um Blogger. Lustig dabei dass unglaubliche 5 Millionen Kopftuchsurfer alleine in den Monaten von August 2007 bis März 2008 dazu gekommen sein sollen.

Schaut man sich einmal weitere Statistiken an fällt schnell auf, dass es mit einer der grössten Bloggernationen der Welt eher schleppend voran ging, zumindest bis Juni 2009 war jetzt nicht so viel los in der munteren Musel-Blogger-Szene.

So ruft Antifacista122 dazu auf, die „Faschisten“ und den „blutigen Coup“ im Iran zu stoppen. In seinem Tweet enthalten ist ein Link, der auf einen Blog führt, demzufolge die CIA im Iran 400 Millionen Euro verteilt hat, um eine Revolution zu provozieren. Ein Fall von Regierungspropaganda?

Aber natürlich, die CIA ist doch wohl bekannt für ihre humanitären Einsätze, laut einem kleinen Abriss hat diese Hilfsorganisation schon mehrfach im Iran operiert, dass diese Auflistung im Jahr 1993 endet hat nichts damit zu tun, dass die CIA ihre Unternehmungen aufgegeben hätte, nein, nur dauert es eben manchmal bis die guten Taten an das Licht der Öffentlichkeit gelangen.

Viele Tweets bieten Hilfe an, wie man im Internet anonym bleiben und sich so der Verfolgung durch den Geheimdienst entziehen kann. Immer wieder verweisen Teilnehmer auf eine Seite namens information.is-the-coolest.com, wo der Leser detaillierte Anweisungen erhält, wie er seine Spuren verwischen kann.

Die einzig brauchbare Information im ganzen Artikel, ein Tipp den Freiheitskämpfer, oder eben Terroristen, je nach Standpunkt, im Schurkenstaat wie im Vaterland sicher für die Zukunft brauchen werden.

Zitate und ganzer Artikel: Tagesschau.de