Wahlen sind für Doofe

„Wenn Wahlen etwas ändern würden, so wären sie verboten“

Ein geflügeltes Wort über das ich in den letzten Tagen gerne nachsinne, doch macht es mir meine Entscheidung in Hinsicht auf die Bundestagswahl nicht gerade leichter. War ich einst als „Radikal-Liberaler“ bekannt, später dann als Dreckssoze stehe ich mittlerweile vor dem Scherbenhaufen meiner eigenen politischen Überzeugung.

Ich will nicht das kleine Übel wählen, ich will mich nicht mit Teilen eines mehr oder weniger vorhanden Parteiprogramms abspeisen lassen, ich will keinen Aktionismus, ich will keine Anarchie und ich will auch keine pseudo-demokratische Parteiendiktatur.

Ich will Freiheit, ich will soziale Sicherungssysteme für die Schwachen unserer Gesellschaft und ich will vor allem dass diese ganzen Lügen von lobbygefickten Polithuren aufhören. Ich will Perspektiven die länger anhalten als eine Legislaturperiode, ich will Fairness und Gleichberechtigung.

Ich will nicht dass sich Deutschland an Kriegen beteiligt, überhaupt soll sich die BRD erst einmal um eigene Probleme kümmern bevor man den Rest des Planeten mit Devisen gefügig macht.

Ich kann es nicht länger ertragen wie Medien die öffentliche Meinung manipulieren, wie sie Dinge verschweigen, beschönigen, verschlimmern oder wie sie schlicht lügen.

Das System hat mich gefressen, mir geht es gut in jeglicher Hinsicht, doch, so bilde ich mir zumindest ein, habe ich niemals vergessen wo ich herkomme und habe auch niemals den Kontakt zur Basis verloren.

Wahrscheinlich fußt genau darin mein Problem mit der Parteienlandschaft.

Sehen Menschen mein Umfeld so sind sie schnell mit der Beurteilung, „der wählt CDU oder FDP“ höre ich Leute in politischen Diskussionen sagen, zumindest bis zu meiner ersten Äusserung, dann sind sie genauso sicher das ich „ne linke Socke“ bin oder zumindest „SPD-Wähler oder Grüner“.

Schade nur, dass es mir selbst dabei viel schwerer fällt mich einzuordnen, ich frage mich manchmal gar ob ich vielleicht ein NPD-V-Mann bin, allerdings nur wenn es um Israel geht.

So bin ich wahrscheinlich einer der wenigen überzeugten Verfechter von „Multi-Kulti“ während ich gleichzeitig gegen das Wegwerfen von deutschen Ausweisen an Rucksackdeutsche bin.

Ebenso bin ich gegen Mindestlohn für Arbeiter und Höchstgrenzen für Managergehälter, jedoch für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Ich bin für erneuerbare Energie, aber nicht gegen Kernkraft.

Dies sind nur einige Beispiele für meine vielleicht etwas seltsame Sicht der Dinge, jede Partei entspricht mir ein Bisschen, keine völlig und genau da liegt mein Problem, ich will keine Kompromisse mehr, keine halbherzige Lösung, ich will alles auf einmal.

Nur gibt es für diese Nachfrage kein Angebot.

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4 Antworten zu “Wahlen sind für Doofe

  1. Als ob Piraten mit so ner nicht überzeugten Stimme glücklich werden…

  2. Hiermit rufe ich alle auf, die unzufrieden sind, die Piraten – auch mit Bauchschmerzen – für vier Jahre Vorschusslorbeeren in Form ihrer Stimme zu geben. Wenn die Piraten das Vertrauen nicht rechtfertigen, dürft Ihr zur nächsten BuTaWahl wieder Rentner / Lilane oder PBC wählen. OK?

  3. Wahlwerbung in meinem Blog…Unfassbar!

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